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Geschrieben von: Roland Hanke   
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 18:20 Uhr

Die helfenden Hände: Dr. Klaus Winkler – Ein Orthopäde mit viel Herz für den Sport

Er ist Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, er hat eine Praxis im Ärztehaus Leipziger Straße 53 in Frankfurt (Oder) – und vor allem hat er ein großes Herz für den Sport. Die Rede ist von Dr. Klaus Winkler, dem Mannschaftsarzt des JC 90. Zum Glück musste er bisher relativ selten schwere Verletzungen während eines Wettkampfes behandeln. „Doch Schulter- und Ellenbogenverrenkungen oder Kreuzbandrisse im Kniegelenk kommen vor", berichtet der 49-Jährige, der seit 1985 Judoka in der Oderstadt betreut. Und in seiner orthopädischen Praxis sind auch Gewichtheber und Boxer in Behandlung, die der Judo-Doc wieder auf den Weg der Genesung bringt.

Dabei war es „eine Verkettung vieler Zufälle", dass Klaus Winkler beim Judo medizinischer Betreuer ist. „Da ich früher selbst mal Schwimmer war, sollte ich die Schwimmer in Potsdam betreuen. Doch, wie das halt in der DDR so war, habe ich von der Armeesportvereinigung im Mai 1985 den Marschbefehl in Richtung Frankfurt bekommen – und war ab September als Arzt für die ASK-Judoka verantwortlich", erzählt der Doc. Dabei hatte er doch die Prämissen angegeben, in Frankfurt die Radsportler (damit hat er sich im Studium beschäftigt) oder Handballer (hat er selbst gespielt) zu betreuen – aber auf keinen Fall Kampfsportarten.

Es half alles nichts, Dr. Klaus Winkler musste zum Judo. „Es hat damals eine Weile gedauert, bis ich mich dort reingefunden habe. Trainer wie Rudolf Hendel, Karl-Heinz Werner, Gerd Lorenz und Kalle Lehmann haben mir sehr gut dabei geholfen." Und seit dem hat der Judo-Sport Besitz ergriffen von Dr. Klaus Winkler, der 1990 die letzte DDR-Nationalmannschaft zur EM begleitete und von 1991 bis 2001 mit dem deutschen Nationalteam unterwegs war. Seit 2001 ist er ausschließlich für den JC 90 da, wo er zuvor auch schon sein privates Glück gefunden hat – seit Mai 1991 ist er mit seiner Frau Irina verheiratet. Die Rechtsanwältin ist seit gut zehn Jahren Vize-Präsidentin des JC 90 und war früher selbst im Judo und in der Leichtathletik (Diskuswurf-Weltrekordlerin mit 73,36 m) als Leistungssportlerin aktiv. Marko, der 14-jährige Sohn der Winklers, ist inzwischen auch Judoka an der Sportschule.

Aber Klaus Winkler ist nicht nur der Mannschaftsarzt, der „sehr stolz auf die drei deutschen Meistertitel des JC 90" ist, sondern hatte auch den ersten Sponsor für den neu gegründeten Club besorgt. „Das war eine US-amerikanische Orthesen-Firma, deren Namen ich nicht mehr weiß", sagt Klaus Winkler. Er hat in der Folgezeit in dieser Hinsicht seinen JC 90 tatkräftig unterstützt und so manchen Sponsor mit ins Boot geholt. Das lieben sie beim Frankfurter Judo-Club an ihren Doc ebenso wie seine heilenden Hände.

Roland Hanke

 

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