| Eine Medaille im Blick |
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| Geschrieben von: Dirk Krehan |
| Montag, den 12. April 2010 um 09:34 Uhr |
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MOZ / 09.04.10
Eine Medaille im Blick Von Roland Hanke Die Judo-Nationalmannschaft der Männer bereitet sich am Olympiastützpunkt in Frankfurt auf die Europameisterschaften in Wien. Der Lehrgang unter Leitung von Bundestrainer Detlef Ultsch dauert bis zum Sonntag. Zum Abschluss gibt es ein sogenanntes Deutschland-Randori. In der Judo-Halle des Sportzen-trums an der Kieler Straße geht es am Sonnabend und Sonntag ab 9.30 Uhr noch einmal heiß her. Rund 80 Elite-Kämpfer aus der gesamten Bundesrepublik - neben den Männern ist auch das Junioren-Nationalteam dabei - sind beim großen Deutschland-Randori auf den Matten in Aktion. Dabei handelt es sich um ein wettkampfnahes Training, bei dem sich sicher so mancher Nachwuchs-Judoka ein paar gute Kniffs und Tricks abschauen kann. "Zuschauer sind bei freiem Eintritt gern gesehen. Das motiviert unsere Jungs zusätzlich", sagt Bundestrainer Ultsch, der seit Montag seinen Nationalkader zusammen mit Kämpfern des JC 90 trainieren ließ. Rund 40 Athleten schwitzten täglich bei den anstrengenden Übungseinheiten. "Das ist unsere unmittelbare Vorbereitung auf die EM", berichtet der 54-Jährige, der 1979 im Mittelgewicht Deutschlands erster Judo-Weltmeister war und vier Jahre später noch einmal den Titel holte. Der Berliner, der sein Bundestrainer-Amt im Januar 2009 übernahm, hat auch gleich sein Aufgebot für die vom 22. bis 26. April stattfindenden kontinentalen Titelkämpfe in Österreichs Hauptstadt benannt. Dabei handelt es sich um Robert Kopiske (Potsdam/60 kg), Adrian Kulisch (Esslingen/66), Christopher Völk (Abensberg/73), Sven Maresch (Berlin/81), Aaron Hildebrandt (Duisburg/90), Benjamin Behrla (Witten-Annen/100) und Andreas Tölzer (Mönchengladbach/+100). Als Ersatzleute wurden Mario Schendel (Potsdam/73) und Robert Dumke (Berlin/90) nominiert. Olympiasieger Ole Bischof (81 kg) ist nach Absprache mit dem Chefcoach nicht bei der EM am Start, da er sein Studium zum Abschluss bringen will. "Wir haben eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung im Team. Unser Ziel ist es, eine Medaille zu holen", gibt Ultsch vor, der selbst als Aktiver bei Olympischen Spielen, WM und EM insgesamt elfmal auf dem Podest stand. Zu solchen Erfolgen will er jetzt auch Deutschlands Männer führen, wobei er vor allem die Sommerspiele 2012 im Fokus hat. In dieser Hinsicht steht auch der Frankfurter Nils Dochow beim Bundestrainer hoch im Kurs. Doch der 66-Kilo-Mann aus dem JC-90-Bundesligateam ist verletzt (Bänderriss im linken Oberarm), kann deshalb auch nicht mit zur EM fahren und die Vorbereitung in der heimischen Judohalle mitmachen. Dafür waren aber viele seiner Vereinskollegen die Woche über ständig mit den Kämpfern des Nationalteams auf der Matte. "Dafür gebührt dem JC 90 ein großes Dankeschön - ebenso den Leuten vom Olympiastützpunkt, die uns wie immer sehr gute Bedingungen für unser Training geboten haben", betont Detlef Ultsch, der das Umfeld in der Oderstadt sehr schätzt. "Das ist wirklich optimal in Frankfurt. Wir haben hier sehr gute Möglichkeiten, um konzentriert arbeiten zu können - kurze Wege, alles, was wir brauchen, wird bereit gestellt. Wir kommen immer wieder gern in die Oderstadt." Freitag, 09. April 2010 (20:06) |



